Ingwer: Tolle Knolle!

Er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, schmerzlindernd, schleimlösend, blutdrucksenkend, herz- und magenstärkend sowie verdauungsfördernd ? und kostet nur ein paar Cent. Genug Gründe, sich diese scharfe Wurzel mal genauer anzusehen:

Wer beim Chinesen ein Stück Ingwer im Essen erwischt hat ? dem sieht man es meistens an: Man reißt die Augen auf, fächelt sich frische Luft zu (was natürlich völliger Blödsinn ist?), die Wangen werden rot und die Nase fängt an zu laufen! Kein Wunder ? denn Ingwer ist eine scharfe Angelegenheit!

TCM

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) schwört seit über 2.000 Jahren auf Ingwer (lat. Zingiber officinale ) und wendet ihn als altes Hausmittel gegen eine Vielzahl von Beschwerden an. Mit seinen ätherischen Ölen und seiner Schärfe regt er zum Beispiel sanft (!!!) die Durchblutung von Magen und Darm an, beruhigt beide aber zugleich auch wieder. Deswegen wird Ingwertee auch heutzutage gegen eine Vielzahl von Magen- Darmbeschwerden als Therapie eingesetzt.

Doch dieser ?Scharfmacher? kann noch mehr: Die im Ingwer enthaltenen Stoffe hemmen das gleiche Enzym im Körper, wie Acetylsalicylsäure (der Wirkstoff in Aspirin) ? d.h. Ingwer lindert Schmerzen und hemmt Entzündungen. Wobei die schmerzstillende Wirkung dabei aus zwei Ecken kommt: Denn die Schärfe meldet dem Gehirn zunächst ?Vorsicht! Schmerz!? Bei dieser Meldung schüttet das Gehirn wiederum sofort glücklich machende Endorphine aus, die ebenfalls schmerzstillend wirken (siehe auch Artikel: ?Glücklichsein kann man essen?).

Viele Segler schwören auch auf Ingwertee als Hausmittel gegen Seekrankheit. Einige Studien zeigen sogar, dass Patienten während der Chemotherapie weniger schlecht wird, wenn Sie regelmäßig Ingwer zu sich nehmen.

Ingwer in der Küche

Woher die Ingwerknolle ursprünglich stammt, ist nicht genau bekannt ? es wird aber vermutet, dass sie ihre Heimat auf den pazifischen Inseln hat. Als Küchengewürz eignet sie sich besonders gut für asiatische Gerichte und Currys. Wer den Ingwergeschmack zwar mag, ihn aber im Essen nicht so dominant haben möchte, kann einige Scheiben frischen Ingwer in Pflanzenöl anbraten, sie nach kurzer Zeit wieder herausnehmen und dann das Essen in dem Öl kochen/braten ? das gibt ein milderes Ingweraroma.

Übrigens: Neben vielen gesunden ätherischen Ölen, Säuren und Geschmack, enthält Ingwer zusätzlich auch noch Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium und Phosphor??.wenn das also kein Argument ist, in den nächsten Einkaufskorb eine Ingwerknolle zu werfen??.

Gesundheitstipps Lebensart - 18.02.2015

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