Ab in die Pilze!

Wir merken es an der gebratenen Pilzpfanne auf der Speisekarte, an den gefüllten Pilzkisten auf dem Wochenmarkt oder daran, dass sie uns beim Runtergucken ins Auge stechen: Die Pilzsaison hat wieder begonnen!.....

Der Trend geht zurück zur Natur: Viele Menschen wollen wissen, WO ihre Lebensmittel her kommen. Da kommt die anbrechende Pilzsaison gerade recht: Da werden die Gummistiefel und sicherheitshalber auch noch die Regenjacke angezogen ? und raus geht?s in den Wald zum Pilze sammeln. Der gesunde Waldspaziergang an der frischen Luft ist praktischerweise gleich mit dabei. Und Pilze sind außerdem auch noch kleine Vitaminbomben: Bei einem sehr geringen Kalorienanteil besitzen sie alle Vitamine der B-Gruppe, und sind so unter anderem gut für unser Nervenkostüm.

Rund um Segeberg wird man am besten im Segeberger Forst fündig. Aber bitte aufpassen: In Naturschutzgebieten ist das Sammeln jedoch verboten! Auch sollte man nicht mehr als 1 Kilo pro Kopf ernten um die Nachhaltigkeit zu garantieren. Wichtig ist allerdings eine Faustregel: Abschneiden, nicht ausreißen! Das Pilzgeflecht im Boden geht sonst kaputt und treibt im nächsten Jahr weniger Früchte. Zu Hause angekommen am besten gleich ab in die Küche zum Kochen: Denn bei Pilzen, die zu einem großen Teil aus Eiweiß bestehen, ist es ähnlich, wie beim Hackfleisch: Am besten sofort verbrauchen.

Fachleute schätzen, dass es weltweit über eine Million Pilzarten gibt ? rund 70.000 Arten sind bislang wissenschaftlich beschrieben. Die bekanntesten Arten sind die gemeinen Speisepilze, die wir aus dem Supermarkt kennen. Wie zum Beispiel den Champignon, den Pfifferling, den Steinpilz oder das Stockschwämmchen. Zu sogar weltweiter Berühmtheit hat es ein Schimmelpilz geschafft! Sein Schimmelpilzgift heilt heute täglich Millionen von Menschen: Das Penicillin.

Aber Vorsicht: Wer seine Pilze gern selbst sammelt, dem droht Verwechslungsgefahr! Es sind schon häufiger Menschen mit akuten Pilzvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert worden, weil sie einen Champignon mit einem Knollenblätterpilz verwechselt haben! Um auf der sicheren Seite zu sein, rät die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DgfM) nur dann Pilze ohne Expertenhilfe zu ernten und zu essen, wenn man sie wirklich ganz genau kennt. Denn generell gilt: Zu jedem essbaren Pilz, egal ob Steinpilz, Bovist oder Champignon, gib es ein giftiges Gegenstück, das dem Speisepilz zum Verwechseln ähnlich sehen kann!

Zu den bekanntesten Speisepilzarten gehören: Zuchtchampignon, Austern- und Kräutersaitling, Pfifferling, Shiitake, Maronenröhrling, Steinpilz und Riesenbovist! Hingegen sogar lebensgefährlich werden kann, neben dem bekannten Fliegen ? oder dem Knollenblätterpilz, der Pantherpilz (sieht aus, wie ein beigefarbener Fliegenpilz) und der Spitzbuckelige und der Orangefuchsige Schleierling (ziemlich unscheinbare braune Pilze). Ihr Gift kann sogar tödlich sein.

2014 ist übrigens ein gutes Jahr zum Pilze sammeln! Durch das feucht-warme Wetter in den vergangenen Wochen kam es auf den meisten Waldböden regelrecht zu einer Speisepilzinvasion. Ganz wichtig ist dabei: Nehmen Sie lieber einen Korb, anstatt einer Plastiktüre mit, da der Luftabschluss die Eiweißzersetzung beschleunigt und die Pilze dann verderben können.

Wer jetzt Lust aufs Pilze sammeln bekommen hat, der sollte vorher unbedingt an einer Pilzexkursion von der Volkshochschule oder dem NABU teilnehmen. Denn ein einfaches Pilz-Buch reicht meistens nicht aus!

Gesundheitstipps Lebensart - 16.09.2014

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