Richtiges Essen gegen Frieren

Auch wenn wir hier in Segeberg und Umgebung bis jetzt zwar von den ganz eisigen Temperaturen verschont geblieben sind, sieht man trotzdem überall bis oben unters Kinn eingepackte, bibbernde Leute durch die Straßen laufen. Dabei gibt es so viele leckere Möglichkeiten....

....sich in dieser Jahreszeit zusätzlich von Innen zu wärmen: Und zwar mit den richtigen Lebensmitteln!

Traditionelle chinesische Medizin (TCM)

Dabei können wir uns eine Menge bei den Asiaten abgucken: Die traditionelle chinesische Medizin und Ernährungslehre nach den fünf Elementen unterteilt unsere Lebensmittel in insgesamt fünf Stufen: Kalt, kühl, neutral, warm und heiß. Wer also zu den klassischen, zähneklappernden ?Frostbeulen? gehört, sollte in dieser Jahreszeit die kalten und kühlen Lebensmittel lieber meiden. Übrigens spielt zusätzlich auch die Zubereitung der Speisen eine große Rolle, ob das Essen eher aufwärmt, oder abkühlt.

Diese Anti-Kälte-Kost ?heizt ein?

Egal ob Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Gewürze oder Getränke: In allen Nahrungsmittelkategorien gibt es wärmende und kühlende Produkte. Was gerade jetzt in dieser Jahreszeit besonders gut schmeckt und passend auch noch von innen wärmt, ist das klassische Wintergemüse, wie Kohl, Lauch, Kürbis, Süßkartoffeln, Pastinaken, Rote Rüben, Fenchel oder Zwiebeln.
Unter den Obstsorten wärmen vor allem Trockenfrüchte, Birnen, Zwetschken, Granatäpfel oder Kumquats besonders gut. Auch der Bratapfel ist ?einheizend?, was aber weniger am Apfel selbst (der zählt nämlich zu den ?kühlen? Nahrungsmitteln), sondern eher an den feurigen Gewürzen liegt. Denn auch damit kann man eine Mahlzeit so richtig aufheizen: Anis, Basilikum, Chili, Curry, Ingwer, Oregano, Paprika, Pfeffer, Knoblauch, Koriander, Kümmel, Rosmarin, Vanille und Zimt machen sowohl aus einem Apfel, als auch aus Rotwein, Fleisch oder Suppen heiße Speisen. Zusätzlich können Sie auch noch ein paar warme Nüsse, wie Maroni, Mandeln, Pistazien Kokosraspel oder Wal-und Haselnüsse drüberstreuen.
Bei Fisch & Fleisch freut sich unser bibbernder Körper vor allem über Nordseekrabben, Kabeljau, Sardelle, Scholle, Thunfisch, Sardine, Hummer, Langusten, Garnelen, Schrimps, geräucherten Fisch, Wildfleisch (Hirsch, Reh, Wildhase, Wildschwein, Fasan), Lamm, Schaf, Ziege und Huhn.
Bei Getränken wärmen Tees aus winterlichen Gewürzen, wie Zimt, Kardamom, Fenchel, Anis, Kümmel, Vanille (alles traditionell im Yogi-Tee enthalten) zusätzlich von innen, genauso wie Kaffee oder Rotwein. Auch ein Schnäpschen wärmt zwar von innen ? leider aber nur für kurze Zeit ? ist also als Dauerwärmepolster nicht geeignet???..schade.

Auf die ?wärmende? Zubereitung kommt`s an

Nach der TCM nimmt ein Lebensmittel umso mehr Energie auf, je länger es gekocht wird! Das widerspricht jetzt im ersten Moment natürlich total unseren Vorstellungen von gesundem Essen: Denn je länger etwas gekocht wird, desto mehr Vitamine verliert es doch, oder?? Das stimmt zwar bei vielen Nahrungsmitteln ? aber nicht bei allen: Unser Wintergemüse, wie Kartoffeln, Rüben und Kohl zum Beispiel, MUSS schließlich gekocht werden, um überhaupt genießbar zu sein.
Kochen, braten, dünsten, backen und grillen Sie also nach Herzenslust! Zumal Sie durch Grillen, kühles in warmes Fleisch verwandeln können. Abends ist zum Beispiel eine warme Suppe wärmender, als die klassische Stulle. Und probieren Sie doch auch zur Abwechslung mal ein warmes Frühstück aus: Aus Haferflocken, Honig und Wasser einen warmen Brei kochen und evtl. noch ein paar Mandeln hineinstreuen ? schmeckt lecker und wärmt gleich morgens richtig gut durch!

Hier droht ?Kältegefahr?

Verzichten Sie auf Rohkost! Ein frischer Salat schmeckt uns nicht umsonst im Sommer besser, als im Winter. Stark wasserhaltige Lebensmittel, wie Tomaten, Gurken, Eisbergsalat, Mangold, Spinat, Brokkoli oder auch Spargel kühlen innerlich aus ? genauso, wie Melone, Zitrusfrüchte, Ananas oder Kiwis. Wer für seine Vitamin C Versorgung aber gern Zitrusfrüchte essen möchte, sollte in diesen Tagen zur Mandarine greifen, sie ist die ?wärmste? unter den Zitrusfrüchten. Ebenso auf Milchprodukte, wie Joghurt, Milch, Crème fraîche oder Frischkäse sollten Frostbeulen lieber verzichten, genauso wie auf Pfefferminz-, Kamillen-, Schwarz- und Grüntee und Bier.

Ansonsten gilt, wie so oft, der Rat: Mehr Bewegung! Wer sich täglich einmal draußen ?durchpusten? lässt, die Muskeln einmal bewegt und den Energiefluss in Schwung bringt, friert einfach nicht so leicht, wie eine Couch-Potato.

Gesundheitstipps Wellness - 23.01.2015

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