Baden -" Der kleine "Urlaub" für Zwischendurch

Zuerst spürt man das weiche, warme Wasser sanft zwischen den Zehen".dann beginnt der Schaum auf der Haut zu kribbeln".und wenn man dann langsam immer tiefer hineingleitet, macht sich eine wohlige Gänsehaut am ganzen Körper breit: Baden ist Entspannung pur!

Und gerade jetzt, wenn es draußen immer kälter und ungemütlicher wird, sorgt ein warmes Wannenbad nicht nur für "äußere", sondern auch für "innere" Wärme. Es kann aber noch viel mehr: Zum Beispiel Beschwerden wie Nervosität, Verspannung, Stress oder eine aufkommende Erkältung lindern.

Baden als Medizin

Egal, ob nach einem stressigen Arbeitstag, oder als Idee für einen Wellnesstag zu Hause: Wenn die wohlige Wärme alle Glieder durchdringt, entspannen sich die Muskeln und der Körper kommt zur Ruhe. Somit setzt der Körper Glückshormone, sog. Endorphine, frei, die, zusammen mit dem warmen Wasser, für totale Entspannung sorgen. Der Auftrieb des Wassers entlastet zudem die Glieder und Gelenke.

Zusätzlich wird die Immunabwehr des Körpers angeregt, indem durch den Anstieg der Kerntemperatur des Körpers künstlich Fieber erzeugt wird. Dadurch wird zum Beispiel das Gewebe durchlässiger für Abwehrzellen, die so besser zu ihrem Einsatzort kommen. Droht also eine Erkältung, kann ein warmes Bad die Immunabwehr des Körpers ankurbeln und helfen, die Erreger unschädlich zu machen. Sollte aber bereits ein fiebriger Infekt vorliegen, ist dringend von einem heißen Vollbad abzuraten, da so natürlich auch die Krankheitserreger besser durchkommen! Außerdem ist bei einem Infekt das Herz-Kreislauf-System geschwächt. Ein heißes Bad wäre da zu belastend für den Körper.

Bei einer Erkältung ist ein Erkältungs-Badezusatz sehr hilfreich. Die ätherischen Öle aus Eukalyptus, Salbei, Thymian und Campher wirken zusätzlich schleimlösend, abschwellend und entkrampfend bei Husten und Schnupfen. Das Atmen fällt leichter und Kopf- und Gliederschmerzen lassen nach.

Badezusatz selber machen

Wenn Sie keine Lust haben auf unzählige große Flaschen und Packungen von Badezusätzen neben ihrer Wanne, oder Sie sich ihren Zusatz lieber ganz individuell nach Stimmung selbst zusammenmixen wollen, gibt's einen leichten Trick: Mit naturreinen (und streng schadstoffgeprüften!!!) ätherischen Ölen können Sie jedes 0/8/15-Wasser in ein Wellnessbad verwandeln. Ganz wichtig ist aber: Die Öle brauchen einen sog. Emulgator! Dafür eignen sich zwei natürliche Schönmacher, denen bereits Cleopatra vertraute: Milch & Sahne! Ca. 10 Tropfen Öl auf einen halben Liter Milch oder Sahne (eignet sich besonders gut bei trocknerer Haut) geben und gut vermischen. Dann ins laufende Badewasser gießen und den Duft und die reichhaltige Pflege genießen.

Für ein selbstgemachtes Erkältungsbad eignen sich besonders gut jap. Heilpflanzen-, Thymian-, Fichtennadel- und Salbeiöl. Stimmungsaufhellend wirken Zitrusfrüchte, wie Orange, Grapefruit und Mandarine! Wollen Sie ein sinnliches Wannenbad für Zwei zusammenmixen, sind Vanille, Rose, Patchouli und Zimt zu empfehlen. Lavendel, Hopfen, Passionsblume und Melisse beruhigen vor dem Schlafengehen und Rosmarin wirkt kreislaufanregend und durchblutungsfördernd.

Naturreine ätherische Öle gibt's in der Apotheke, im Reformhaus oder im Bioladen.

Das Schaumbad

Mal Hand aufs' Herz: Wer pustet nicht gern die seifige, weiche Watte durch die Luft, oder genießt das Kribbeln auf der Haut, wenn die winzigen Seifenblasen zerplatzen? Das Schaumbad ist ganz klar der Klassiker unter den Badezusätzen und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Die meisten Schaumbäder sind flüssig und mit waschaktiven Tensiden versehen - verbinden also Entspannung und Reinigung. Eine nützliche Eigenschaft des Schaums ist übrigens, dass er das Badewasser isoliert, wodurch es länger warmgehalten wird. Die empfohlene Dauer für ein Schaumbad liegt bei etwa 15 Minuten, damit die Haut nicht zu stark entfettet wird.

Ganz wichtig nach dem Baden: Eincremen. Denn nach dem langen Liegen im Wasser braucht die Haut dringend Feuchtigkeit oder Fett um nicht auszutrocknen. Außerdem sollte man sich noch eine halbe Stunde Auszeit zum relaxen gönnen, um die entspannende Wirkung des Bades voll auszukosten.

Dauer, Ablauf & Ambiente

Die beste Badetemperatur liegt zwischen 37 und 40 Grad Celsius und das Bad an sich sollte nicht länger, als 30 Minuten dauern, um den Säureschutzmantel der Haut zu schonen und das Herz-Kreislauf-System nicht zu überlasten. Um den Entspannungs- und Wellnessfaktor noch zu erhöhen, sorgen Kerzen für stimmungsvolles Licht und gemütliche Atmosphäre im Bad. Besonders kleine Teelichter lassen sich leicht überall verteilen - sodass Ihre Augen in ein Meer aus Kerzen eintauchen können. Schöne Musik rundet das Wellnesserlebnis aus Duft, Wärme, Pflege und sanftem Licht ab. Besser bekommt DAS ein Kosmetiksalon garantiert nicht hin!

Gesundheitstipps Wellness - 02.12.2014

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