Tai Chi - Entspannende Kampfkunst

Zum klassischen "Kampf" wird es beim Bummeln durch Segeberg wohl eher nicht kommen, zum "Kraft tanken" eignet sich Tai Chi aber allemal - und zum "Abschalten".

Einer alten chinesischen Legende nach soll Tai Chi im 13. Jahrhundert in einem taoistischen Shaolintempel entstanden sein. Der Mönch Zhang Sanfeng soll, so heißt es, einen Kranich und eine Schlange bei einem Kampf beobachtet und aus diesen "tierischen" Bewegungen die Kampfkunst-Figuren des Tai Chi entwickelt haben.

Was ist Tai Chi?

Zunächst einmal: Tai Chi kommt aus China und nicht, wie zum Beispiel Karate, aus Japan. Alternativ wird Tai Chi auch Taiji, Taichi Chuan oder Taijiquan genannt. Dabei handelt es sich um eine sehr alte Bewegungskunst, die auch als innere Kampfkunst bezeichnet wird. Innere Kampfkünste setzen nicht so sehr auf Muskelkraft, sondern eher auf Technik und die optimale Nutzung von Körper und Geist: Hier wird das "Innere" trainiert und nicht die äußere Muskelkraft.

So funktioniert es:

Beim Tai Chi läuft es nicht so ab wie im Fernsehen, wo ein kleiner Mann im Bademantel mit einem Schlag und viel Gekreische mal eben zehn Backsteine zerschmettert.

Tai Chi besteht aus sehr langsamen und bewussten Bewegungen, die in einer bestimmten, vom Trainer vorgeschriebenen Abfolge, durchgeführt werden müssen. Dabei wechseln sich Anspannung und Entspannung der Gliedmaßen, Bewegung und Gegenbewegung laufend ab. Obwohl Tai Chi dabei hilft, sich zu entspannen und Stress abzubauen, muss man sich dabei sehr konzentrieren: Denn man muss sowohl auf das richtige Durchführen der Bewegungen achten (zum Beispiel Arme austrecken, die richtige Knie-Position finden etc.) als auch auf das Halten der Balance. "Es ist nicht schwer, Tai Chi zu erlernen - es ist nur schwer, durchzuhalten!", sagt Sifu-Meister Jürgen von Wyszecki von der Kung Fu Schule in Klein Rönnau. Ein bisschen Geduld und Durchhaltevermögen muss man zu Beginn zwar aufbringen - aber es lohnt sich! "Ich hatte vom Leistungssport kaputte Knie - seit ich Tai Chi mache, haben die sich regeneriert und wurden besser", so von Wyszecki.

Wofür ist Tai Chi gut?

Tai Chi wird heute weniger als Kampfkunst - sondern eher als Bewegungs- und Meditationsübung eingesetzt. Körperlich verbessert Tai Chi die Durchblutung des Körpers (kein Wunder, wenn man ca. 20 Minuten lang eine Position mit gebeugten Knien und Armen hält), stärkt das Herz-Kreislauf-System, löst Verspannungen (auch im Rücken!!!) und verbessert die Beweglichkeit und das eigene Körpergefühl. Man wird ruhiger und ist psychisch entspannter. Und: Hat man es erst einmal drauf - kann man es jederzeit zu Hause machen - ganz ohne Zeitdruck.

Übrigens: Tai Chi kann tatsächlich JEDER erlernen, egal welchen Alters und welcher körperlicher Verfassung. Probetrainings sind i.d.R. kostenlos.

Gesundheitstipps Fitness - 08.03.2015

Segeberg.info
Kalkberg Konsorten
Kreis Segeberg
Bad Segeberg Wenn Du glaubst alles zu kennen
Stadt Bad Segeberg