Sanddorn - Die Zitrone des Nordens

Zugegeben-besonders ähnlich sehen sich die beiden nicht gerade. Den Spitznamen "Zitrone des Nordens" trägt die kleine, orangefarbene Sanddornbeere trotzdem völlig zu Recht: Ihr Vitamin C-Gehalt liegt nämlich, abhängig von der jeweiligen Sorte, bei bis zu 900 mg pro 100 g! Zitronen haben dagegen nur rund 50 mg Vitamin C pro 100g.

Völlig logisch also, dass man zur Zeit auf JEDEM Weihnachtsmarkt mindestens einen Stand mit Sanddornprodukten findet. Und ist die Weihnachtsmarktzeit vorbei, gibt's überall in den Geschäften Sanddornprodukte zu kaufen. Guckt man sich die Produktpalette dann mal genauer an, wird deutlich: Man kann Sanddorn sowohl essen, als ihn sich auch auf die Haut schmieren! Und das liegt daran, dass eine Sanddornbeere nur so vor gesunden Inhaltsstoffen strotzt: Denn sie ist prall gefüllt mit Vitaminen, Mineralstoffen, Fruchtsäuren, Flavonoiden (ihnen werden besonders antioxidative, also zellschützende Eigenschaften zugeschrieben) und verschiedenen hochwertigen Ölen aus Fruchtfleisch und Kernen.

Dschingis Khan war Sanddorn-Fan

Schon der Mongolenfürst Dschingis Khan soll von der heilsamen Wirkung des Sanddornöls gewusst und sein Heer auf seinen Eroberungszügen damit gestärkt haben. Deswegen steckte, laut verschiedener Überlieferungen, unter jedem Sattel ein Fläschchen des "Wunderöls". Denn mit seinen antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften half es, Wunden bei Mensch und Tier zu heilen. Die Pferde bekamen die Beeren ins Futter gestreut, damit Augen und Fell glänzten. Vielleicht leitet sich auch davon der griechische Name für Sanddorn - Hippophae Rhamnoides (Hippo= Pferd, phae= Licht) ab.

Verbreitung bei uns

Die ursprüngliche Heimat des Sanddorns befindet sich in Nepal - in der tibetischen Medizin wird er bereits seit mehr als 1.200 Jahren erfolgreich eingesetzt. Als sogenannter Neophyt, d. h. als eine vom Menschen mitgebrachte Art, kommt der Sanddorn in Deutschland mittlerweile fast überall vor. Besonders mag der Strauch (unter Fachleuten als Ölweidengewächs bekannt) aber kalkhaltige Sand- und Kiesböden in sonnigen Lagen - deshalb fühlt er sich besonders in den Küstenregionen wohl. Daher ist er häufig in Mecklenburg-Vorpommern und bei uns in Schleswig-Holstein anzutreffen. In Ost-Schleswig-Holstein auch am Unterlauf der Trave. Trotz der etwas schwierigen und nervigen Ernte (der Strauch ist ziemlich stachelig, deswegen auch Sanddorn ), hat die orangene Beere vielerorts fast schon Kultstatus erreicht, sodass sich Produkte mit Sanddorn, von Marmelade, über Likör bis hin zur Hautcreme, wachsender Beliebtheit erfreuen.

Vitamin- & Mineralstoffbombe

Im Grunde bräuchte man nur Sanddorn zu futtern - und man wäre prima versorgt. Denn allein das Öl, das aus Fruchtfleisch und Kernen gewonnen wird, ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und beinhaltet praktisch den gesamten Vitaminkomplex: Vitamin C zur Stärkung des Immunsystems und für die Bildung von Bindegewebe, Vitamin E zu Abwehr freier Radikale, Bildung roter Blutkörperchen und Schutz vor Arteriosklerose, Vitamin K zur Förderung der Blutgerinnung und zur Stoffwechselanregung, das sogenannte Schönheitsvitamin Provitamin A (Betacarotin) zum Schutz von Haut, Haaren und Augen und das in Pflanzen sonst kaum vorkommende Vitamin B12 für verschiedene Stoffwechselvorgänge und die Blutbildung. Deshalb ist Sanddorn auch für Vegetarier und Veganer eine unverzichtbare Vitamin B 12-Quelle. Zudem enthält Sanddorn wichtige Mineralstoffe, wie Magnesium (Nerven), Eisen (Blutbildung), Kalzium (Knochenaufbau) und Mangan (Knochenaufbau, Festigung des Bindegewebes).

Von außen angewendet, schützt das reichhaltige Öl die Haut und stärkt ihre Barrierefunktion. Der hohe Gehalt an Linol- und Linolensäure, Palmitoleinsäure und Vitamin E wirkt beruhigend und entzündungshemmend bei Irritationen. Die Carotinoide schützen vor UV-Strahlung und fördern die Wundheilung. Außerdem enthalten Sanddornbeeren viele verschiedene Gerbstoffe, die die Gefäße schützen und stärken und somit vorbeugend gegen eine ganze Reihe von Herz- Kreislauferkrankungen wirken.

Falls Sie also auch jemanden in der Familie haben, der zu Weihnachten schwer zu beschenken ist, besorgen Sie doch ein paar Sanddornprodukte und verschenken Sie Gesundheit!

Gesundheitstipps Gesundheit - 18.12.2014

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