Vitamin D - Das "Wundermittel"

Bislang stand es meist im Schatten seiner berühmten Kollegen, den Vitaminen A, C und E. Doch immer mehr Studien von Ärzten und Wissenschaftlern belegen, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D gleich bei einer ganzen Reihe von Zivilisationskrankheiten helfen kann:

Allen voran bei dem gefürchteten "Winterblues"! Dabei nimmt das Vitamin D eine Sonderstellung unter den Vitaminen ein, da es vom menschlichen Körper durch Sonneneinstrahlung (UVB-Licht) selbst gebildet werden kann. Und genau DA liegt unser Problem: Denn in den nördlichen Regionen der Erde steht die Sonne im Winter viel zu tief, um für die erforderliche UV-Strahlung sorgen zu können. Aber genau diese UV-Strahlung braucht unser Körper - denn Vitamin D wird, mit Hilfe von Sonnenlicht, zu rund 90 Prozent in der Haut gebildet. Ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel schwächt das Immunsysthem und Krankheitserreger haben freie Bahn.

Vitamin-D-Mangel in Deutschland

Etwa 60 Prozent der Deutschen haben einen Vitamin-D-Mangel (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) und merken es nicht einmal. Denn solch ein Mangel ist im Körper nicht eindeutig zu spüren, da die Auswirkungen eher schleichend und die Symptome verschieden sind. Unser Körper braucht allerdings dringend Vitamin D, z.B. um den Calciumspiegel im Blut aufrecht zu erhalten. Fehlt Vitamin D hat der Körper es schwer, das Calcium aufzunehmen, was mittelfristig zu schmerzhaften Knochenproblemen führen kann.

Wundermittel gegen Krankheiten

Klar, mit dem Wort "Wundermittel" sollte man lieber vorsichtig sein. Aber: Das Vitamin D erfreut sich schließlich nicht grundlos der seit einiger Zeit wachsenden Beliebtheit von Wissenschaftlern und Medizinern. Eine Metaanalyse des Copenhagen University Hospital ergab 2012 zum Beispiel, dass ein hoher Vitamin-D-Spiegel tatsächlich mit einem stark reduzierten Sterberisiko verbunden ist! Nach einer Beobachtungszeit von 29 Jahren mit über 10.000 Probanden fanden die Mediziner heraus, dass die Gefahr, an einem tödlichen Herzinfarkt zu sterben, um satte 81 Prozent sank, sofern die Probanden einen hohen Vitamin-D-Spiegel hatten.

Weitere Studien aus den USA belegen, dass Vitamin D sogar in der Lage ist, gegen Krebs zu helfen, da es das für Krebs typische ungesunde Zellwachstum direkt vor Ort in der Zelle verhindert. Insgesamt 15 verschiedene Krebsarten werden mittlerweile sogar mit einem Vitamin-D-Mangel in Verbindung gebracht - wie z. B. Brust- Prostata- oder Dickdarmkrebs.

Außerdem schützt ein gesunder Vitamin-D-Spiegel vor einer ganzen Reihe weiterer Krankheiten, wie z.B. Autoimmunerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Diabetes, Multiple Sklerose), Rachitis, Osteomalazie (schmerzhafte Knochenerweichung bei Erwachsenen), Asthma, Allergien, Depressionen, Demenz, Parkinson, Infektionskrankheiten, Hautproblemen und: Vitamin D ist sogar in der Lage Tuberkulose-Bakterien effektiv abzutöten.

Da steckt`s drin

Ein bißchen blöd ist am Vitamin D, dass es nicht besonders oft in unserer Nahrung vorkommt. Lieferanten sind vor allem sehr fette Fische, wie Hering, Lachs oder Makrele, Innereien, Eier, Pfifferlinge, Champignons und in begrenzten Mengen auch Milchprodukte. Allerdings müsste man schon zehn Gläser Milch trinken, um den täglichen Bedarf an Vitamin D zu decken. Deswegen brauchen wir auch dringend die Sonne, damit unser Körper mit ihrer Hilfe das Vitamin D, auch als "Sonnenschein-Vitamin" bekannt, selbst bilden kann.

"Winterblues"

Schuld an der klassischen Winterdepression, auch "Winterblues" genannt, unter der im Norden viele Menschen leiden, ist häufig ein Vitamin-D-Mangel aufgrund von fehlendem Sonnenlicht. Wer nun unsicher ist, OB überhaupt ein Mangel besteht, und wenn "Ja", WIE man ihn am besten beheben sollte: Besser nicht privat "rumdoktern" sondern lieber den Hausarzt oder Apotheker fragen, um eine mögliche Überdosierung zu vermeiden.

Gesundheitstipps Gesundheit - 16.10.2014

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