Not macht erfinderisch – Noctalis optimiert seine Dauerausstellung in Zeiten knapper Kassen

Über zehn Jahre Dauerbetrieb der Fledermausausstellung am Kalkberg in Bad Segeberg haben ihre Spuren hinterlassen. Rund 400.000 Besucher haben sich die Welt der Fledermäuse bisher angesehen und waren von der Vielfältigkeit der angebotenen Informationen begeistert. Es gibt eben nicht nur Informationstafeln, sondern jede Menge zum Anfassen, Anhören und Mitmachen.

Die große Erfahrung der Ausstellungsmacherin Marion Jahnke aus Kiel bei der Konzeption und Umsetzung solider Dauerausstellungen hat sich bewährt. Doch sind mit der Zeit vor allem die technischen Installationen in die Jahre gekommen. Teure Ersatzbeschaffungen durch externe Firmen waren aufgrund der schwierigen finanziellen Situation des Segeberger Fledermaus-Zentrums nicht mehr möglich. Die drastischen Einsparmaßnahmen sind dann auch nicht folgenlos geblieben. „Wir konnten in der Vergangenheit einfach nicht mehr alles so reparieren lassen, wie wir es uns gewünscht hätten“, sagt Florian Gloza-Rausch, einer der Geschäftsführer der Fledermaus-Zentrum GmbH und für den technischen Betrieb der Ausstellung und der Haustechnik verantwortlich.

Doch Not macht erfinderisch. Vor gut zwei Jahren wurde dann kurzerhand die Wartung und Weiterentwicklung der Ausstellungstechnik in die Hände des eigenen Personals gelegt. Möglich wurde dies durch die Anstellung von Helmut Giljum, der im Fledermaus-Zentrum im Sommerhalbjahr hauptsächlich als Leiter des Höhlenführerteams arbeitet und Dank seiner elektrotechnischen Ausbildung im Winterhalbjahr zusammen mit dem Haustechniker Dieter Buthmann die Ausstellung optimiert.

Für die kommende Saison hat das Noctalis-Technikteam einige tolle Neuheiten in die Fledermausausstellung eingebaut. „Mein persönliches Highlight ist der mittels Phasenanschnitts-Steuerung erzeugte Stroboskopeffekt im Fledermausgehege in der Tieretage“, freut sich Helmut Giljum, „das war eine echte Herausforderung, die Leuchtmittel so anzusteuern, dass sie mit 14 Kurzblitzen pro Sekunde den Flügelschlag der Fledermäuse erlebbar machen“, so Giljum weiter.

Was die Besucher des Fledermaus-Zentrums nicht so ohne weiteres bemerken werden, ist der zunehmende Einsatz des Kleincomputers „Raspberry-Pi“ zur Ansteuerung diverser Audio- und Videodateien in allen 4 Etagen des Fledermaus-Zentrums. „Mit dem Raspberry-Pi und günstigen Videoplayern können wir die Kosten für die Ausstellungstechnik gering halten, bieten unseren Gästen aber wie gewohnt ein tolles Ausstellungserlebnis“, sagt Gloza-Rausch im Hinblick auf Effizienz und Kostenersparnis.

News Segeberg.info - 24.03.2017

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