Herzschwäche: Die Anzeichen ernst nehmen

Treppensteigen, der schnelle Spurt zum Bus oder Spaziergänge: Immer mehr alltägliche Bewegungen werden zur Anstrengung. Die Luft bleibt weg und das Tempo muss gedrosselt werden. Diese Kurzatmigkeit ist häufig das erste Anzeichen einer Herzschwäche. Mit der Zeit kommen immer mehr Anzeichen hinzu, denn das Herz wird über die Jahre immer schwächer. Bei welchen Vorboten Sie aufmerksam werden sollten, lesen Sie hier!

Herzmuskelschwäche oder normale Alterserscheinungen?

Das Herz muss in einem Menschenleben viel leisten. Bei einem 75-Jährigen hat es im Laufe seines Lebens durchschnittlich fast 180 Millionen Liter Blut durch den Körper gepumpt. Ist es da nicht ganz normal, dass das Herz im Alter schwächelt? Ganz so einfach ist es nicht: Ein gesundes Herz kann 100 Jahre alt werden, ohne Zeichen eines Leistungsmangels zu zeigen. Der Gesundheit zuliebe gilt es Warnsignale ernst zu nehmen!

Ein erster Hinweis für eine mögliche Herzschwäche zeigt sich im Alltag, wenn immer häufiger die Luft wegbleibt. Schon beim Tragen eines schweren Einkaufsbeutels oder beim schnellen Gehen kommen Betroffene außer Atem. Mit der Zeit wird die Kurzatmigkeit immer stärker. Dann sind selbst wenige Stufen oder das Schieben des Einkaufswagens eine Herausforderung.

Ein weiteres typisches Anzeichen der Herzschwäche sind Wassereinlagerungen, anfangs vor allem in den Füßen und Beinen. Sie wirken geschwollen und fühlen sich schwer an, Schuhe sind plötzlich zu eng.

Schließlich wirkt sich eine Herzschwäche auch auf die Lebensgeister aus: Der innere Antrieb fehlt, Betroffene fühlen sich zunehmend erschöpft und überlastet. Es kommt zu Müdigkeit und Schwäche.

Herzmuskelschwäche: Mehr als Stress für Herz und Körper

Lange Zeit ging man davon aus, dass das Herz bei einer Herzmuskelschwäche nicht genügend Kraft zum Pumpen hat. Doch es ist nicht allein die Kraft, die dem schwachen Herzen fehlt. Im Verlauf der Herzschwäche verändert sich das Herz auch – es vergrößert sich und „leiert“ aus. Grund für die Veränderung ist, dass aufgrund der geringeren Pumpkraft sich das Herz über längere Zeit anstrengen muss, um genügend Blut durch den Körper zu befördern. Dies ist eine zusätzliche Belastung für den Organismus. Da das Herz ein Muskel ist, versucht es, die höhere Anstrengung durch vermehrte Muskelbildung auszugleichen. Das Herz wird einerseits schwerer, andererseits auch steifer und weniger dehnbar.

Die Folge: Die Blutversorgung des Herzens und des Körpers verschlechtert sich fortlaufend. Der daraus resultierende Sauerstoffmangel bedeutet für den Körper und seine Organe großen Stress. Er reagiert daher mit verschiedenen Maßnahmen, um die normalen Körperfunktionen weitestgehend aufrecht zu erhalten. Sogenannte Kompensationsmechanismen stellen eine Zeit lang die normale Blutzirkulation sicher, langfristig schädigen sie das Herz jedoch weiter und führen zu den typischen Beschwerden bei Herzmuskelschwäche.

News Gesundheitspark - 19.11.2017

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